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Matratze zum Mitnehmen – die kuriosesten Diebstähle in Hotels

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Der Urlaub ist vorbei, der Koffer gepackt und im Hotelbadezimmer stehen noch ein paar ungenutzte Fläschchen mit Shampoo oder Bodylotion – also fix hinein damit in den Kulturbeutel, die Hotelschlappen und das Nähset aus dem Schrank gleich hinterher. Kommt euch bekannt vor? Ist aber – strenggenommen – unerlaubter Diebstahl! Zwar wird euch kein Hotelbesitzer die Kosmetika in Rechnung stellen, zum Mitnehmen gedacht sind noch verschlossene Fläschchen aber dennoch nicht. Während die genannten Kleinigkeiten oft einfach aus Unwissenheit eingesteckt werden, machen Hoteliers aber auch Diebstähle viel dreisteren Kalibers zu schaffen. Wir haben die kuriosesten „Mitbringsel“ frecher Langfinger zusammengetragen.

01

Handtücher und Bademäntel

Die flauschigen Klassiker
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Nicht ganz so erstaunlich, aber dennoch nicht erlaubt: Die Mitnahme von Handtüchern und Bademänteln zählt wohl zu den meistbegangenen Delikten in Hotels. Zur polizeilichen Anzeige kommt es selten, schließlich wollen die Hotelbesitzer die Gäste wieder in ihren Häusern begrüßen. Dennoch ist das Einstecken der hoteleigenen Textilien kein Kavaliersdelikt und verursacht den Hoteliers alljährlich hohe Kosten. Besonders kleine Hotelbetriebe stecken diese zusätzlichen Ausgaben nicht einfach weg. Falls euch also einmal das flauschige Hotelhandtuch so gut gefällt, dass es zum Sprung in den Koffer ansetzt – fragt lieber im Hotelshop nach, ob ihr eines kaufen könnt.

02

Matratzen

Wie man sich bettet…
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Für viele Urlauber gehört das prüfende Drücken oder Legen auf die Matratze zu den ersten Tätigkeiten, wenn sie ein neues Hotelzimmer betreten. Schließlich gibt es unzählige Vorlieben in puncto Schlafunterlage und zwischen „zu hart“ und „zu weich“ entsprechend viele Nuancen. In einem Luxushotel in Madrid gefiel einem Hotelgast das Ergebnis der Liegeprüfung offenbar so gut, dass er die Matratze bei der Abreise gleich mitnahm! Es handelte sich der gehobenen Hotelkategorie entsprechend um ein hochwertiges Exemplar, dennoch dürfte der Dieb den Schlafkomfort zumindest mit einigen Adrenalinschüben bezahlt haben – unauffällig am Portier vorbeitragen ließ sich die Polsterunterlage sicher nicht.

03

Fernseher

Gut geschaut ist halb geklaut
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Von allen Einrichtungsgegenständen eines Hotelzimmers ist der Fernseher wohl eines der lukrativsten Beutestücke. Doch auch vor den teuren Technikteilen machen dreiste Langfinger nicht Halt und tragen TV-Geräte oder auch Musikanlagen eiskalt aus ihren Zimmern. Um dem einen Riegel vorzuschieben, ist die Unterhaltungselektronik in Hotels inzwischen meist fest installiert. Außerdem dürfen freche Diebe nicht erwarten, dass der Hotelbesitzer bei so teuren „Souvenirs“ ein Auge zudrückt, wenn er deren Fehlen bemerkt. Bis zu 20.000 Euro finanzieller Schaden entsteht hochklassigen Hotels nach Schätzungen pro Jahr durch Diebstähle, eine Anzeige bei der Polizei dürfte dem Übeltäter also allein bei dem Versuch sicher sein.

04

Fitnessgeräte

Dreiste Hau-Ruck-Aktion
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Nicht nur die Ausstattung der Hotelzimmer ist von Diebstählen betroffen, auch Gegenstände in den gemeinschaftlich genutzten Räumlichkeiten bekommen manchmal Beine. So geschehen im Haus eines Hoteliers, der sich über den Klau eines ganzen Rudergeräts aus seinem Fitnessraum beklagte. Immerhin hatte der Dieb nach dem Wegschleppen die tägliche Trainingseinheit wohl hinter sich. In Italien vermisste ein Hotelbesitzer gar das Piano aus der Lobby, auch große Pflanzenkübel wurden bereits entwendet.

05

Minibar

Ein gekühlter Schluck für unterwegs
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Nein, wir meinen nicht den Inhalt des mit Getränken und Snacks gefüllten Mini-Kühlschranks im Hotelzimmer – sondern die Entführung des gesamten Geräts! Dies kommt laut Aussage der Hoteliers häufiger vor, als der ehrliche Hotelgast annehmen würde. Weniger kostspielig, aber ebenso dreist ist der Betrug mit Getränken aus der Minibar. Findige Schluckspechte genehmigen sich mitunter das eine oder andere Gläschen aus dem Weinvorrat, um die Flaschen der edlen Tropfen anschließend mit Wasser aufzufüllen. In manchen Häusern gibt es deshalb inzwischen Minibars mit Sensortechnik, die dem Gast das entnommene Getränk automatisch in Rechnung stellen, wenn er es nicht innerhalb weniger Sekunden wieder hineinstellt. Fehlt nur noch der Sensor für das Abschrauben der ganzen Minibar.

06

Glühbirnen

Es werde Licht! Oder nicht?
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Betrachten wir die Hoteldiebstähle im internationalen Vergleich, sind durchaus unterschiedliche Vorlieben zu erkennen. Während die deutschen Gäste vor allem Handtücher und Bademäntel mitgehen lassen, haben es unsere niederländischen Nachbarn eher auf erleuchtende Beutestücke abgesehen. Sie schrauben mitunter die Glühbirnen aus den Lampen der Hotelzimmer – finstere Aussichten für das Hauspersonal, dem durch das Ersetzen der gestohlenen Leuchtmittel einiges an Zeit verloren geht. Große Geldwerte werden in diesem Fall zwar nicht entwendet, ärgerlich ist der dreiste Glühbirnenklau aber allemal. Bleibt zu hoffen, dass den Dieben wenigstens irgendwann ein Licht aufgeht und sie sich für ihre Knauserigkeit schämen. Zweifelsfrei nachweisen lassen sich vor allem die kleineren Diebstähle in Hotelanlagen übrigens selten, da eine Gepäckkontrolle der Gäste unüblich ist und die Zimmer beim Auschecken oft unverschlossen verlassen werden.


07

Armaturen

Langfingrige Handwerker
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Eine große handwerkliche Begabung legten Hotelgäste an den Tag, die aus dem Badezimmer nicht nur die üblichen Kosmetikfläschchen, sondern gleich die halbe Einrichtung einsteckten. Von Armaturen über Duschköpfe (hier besonders beliebt die Luxusmodelle mit Regenbrause oder Hydromassagefunktion) bis zur Toilettenbrille wurde dabei fleißig geschraubt, abmontiert und geklaut, wie zwei Hauptstadthotels aus Deutschland beziehungsweise Spanien berichten. Ganz abgesehen vom Baulärm, den offenbar kein Hotelmitarbeiter oder anderer Gast mitbekommen hat, wundern wir uns auch über die penible Vorbereitung des Raubzugs. Oder hattet ihr schon mal spontan eine Garnitur Klempner-Werkzeug im Handgepäck?



Tipp
Habt ihr die kleinen Kosmetikprodukte im Hotel angebrochen, ist es nachhaltiger, sie bei der Abreise mitzunehmen und daheim aufzubrauchen. Andernfalls werden die Produktreste vom Housekeeping ungenutzt entsorgt.

Hinweis: CHECK24 übernimmt keine Garantie für die Aktualität, Vollständigkeit und Richtigkeit der bereitgestellten Informationen. Die Inhalte unserer Artikel sind sorgfältig und nach bestem Wissen ausgesucht und zusammengestellt. Sie dienen als Inspiration für unsere Leser und stellen Empfehlungen der Redaktion dar.

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Über den Autor

Susan Oehler

Zwar saß ich erst mit Mitte 20 zum ersten Mal in einem Flugzeug, habe seitdem aber fleißig aufgeholt. Dabei sind spannende Städtetrips meine große Leidenschaft: Von London über Madrid bis Lissabon durfte ich schon viele tolle Metropolen erkunden. Außerdem begeistern mich tropische Strände und Inseln ebenso wie abwechslungsreiche Landschaften, in denen die Natur das Sagen hat. Hier bei CHECK24 verrate ich euch als Online-Redakteurin gern meine besten Tipps zum Schauen, Staunen und Entdecken an den schönsten Orten der Welt sowie weitere Infos rund um die Themen Flug, Reisen, Mietwagen und Hotel.